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02.08.2011 10:53
Von: Gießener-Allgemeine
Fußballschuhe aus Oberhessen bei den Kindern in Südafrika
Grünberg/Gießen (no). Im Oktober vergangenen Jahres war's, als die Gießener Allgemeine Zeitung über einen nicht alltäglichen Spendenaufruf des TSV Grünberg und des früheren TSV-Spielers Nik Frodermann berichten durfte: Gesucht wurden gebrauchte Fußballschuhe - für Kinder in Südafrika.

Die Nachwuchsfußballer in Gansbaai / Südafrika mit den (gebrauchten) Fußballschuhen (Foto: pm)
Dieser Tage nun erreichte die Redaktion eine Sendung mit Fotos, die strahlende Nachwuchskicker zeigen mit für sie neuen Tretern, aufgenommen vor wenigen Wochen erst, im Juni.
Frodermann, von 2002 an auch drei Jahre Jugendtrainer in Grünberg, hatte im Herbst von Peking aus die Hilfe für seine ehemaligen Schützlinge in Gansbaai bei Kapstadt angestoßen. Er kannte die Adressaten, setzte auf die Empathie der Weggefährten und auf den Zuspruch der Eltern von Nachwuchsfußballern. Zum Hintergrund: Frodermann war im Frühjahr 2011 für zehn Wochen im Land der Fußball-Weltmeisterschaft ehrenamtlich als Sport- und Fußballtrainer in Diensten der Football Foundation of South Africa (FFSA) tätig. Zu deren Zielen zählt es unter anderem, die ethnischen Gruppen der Gesellschaft durch den Sport einander näherzubringen. »Aufgrund der früher herrschenden Apartheid leben diese noch immer voneinander getrennt, Rassismus stellt ein alltägliches Problem dar«, schrieb Frodermann. Dies treffe auch auf Gansbaai zu, »ein kleines konservatives Fischerdorf«.
Etliche Sportvereine eingebunden
»Während meiner Zeit bei der FFSA habe ich unter anderem einen großen Mangel an Fußballschuhen wahrgenommen. So haben manche Kinder zwischen Glasscherben und Steinen barfuß Fußball gespielt.« In Erinnerung an die alte Heimat reifte ein ganz bestimmte Idee gezielt heran: »Lasst uns gebrauchte Schuhe sammeln!« Für die Straßenfußballer.
Die Resonanz war überwältigend, der Aufruf wurde, wie in der Betriebszeitung der Firma Bender in Grünberg zu lesen war, zum Selbstläufer. Neben dem TSV Grünberg bzw. der SG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod und den Nachbarvereinen JSG Harbach/Beltershain/Göbelnrod, den C-Junioren der JSG Ruppertsburg und dem TSV Freienseen brachten auch die Mitarbeiter der Firmen Bender und »esb« zu den Sammelstellen. So kamen 225 Paar Fußballschuhe zusammen. Zudem Bälle und Trikots, die im April auf einer Palette verschickt werden konnten.
Ganz besonders dankten die Initiatoren mit Nik Frodermann an der Spitze den Spendern sowie den genannten Firmen; namentlich Christian Bender und der Geschäftsleitung der Bender-Gruppe für die Übernahme der Frachtkosten.
Artikel vom 1.8.2011