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25.10.2011 12:04
Von: Gießener Allgemeine
Nik Frodermann will jungen Afrikanern mit Stiftung helfen
Gießen/Grünberg (no). Noch fehlt ein schöner Batzen Geld zur Gründung der »ProspectKids«-Stiftung, mit der der frühere Grünberger TSV-Fußballer Nik Frodermann Kindern in Afrika via Fußball den Weg ins Leben erleichtern will. Knapp 900 Euro stehen zu Buche, 2500 müssen es zum Start sein.
Um für das Projekt zu werben, wird Frodermann am letzten Oktober-Sonntag mit drei weiteren sportbegeisterten Oberhessen (kl. Foto) als Staffel am Frankfurt-Marathon teilnehmen.
Die ersten Kapitel der »Frodermann-Story« sind im Gießener Land einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, mindestens unter den Menschen, die sich in Sachen Amateurfußball in der Region auskennen. Früher kickte er in Grünberg, war dort Jugendtrainer, nach dem Studienabschluss im Mai vergangenen Jahres ging Frodermann – Anlass: Weltmeisterschaft am Kap – als ehrenamtlicher Fußballer nach Südafrika, wurde vom dortigen nationalen Verband nach Gaansbai geschickt. Wieder in der Heimat, rief er öffentlich dazu auf, man möge ihm gebrauchte »Treter« zukommen lassen; Fußballschuhe, die etwa einem Kind oder Jugendlichen nicht mehr passten und für die es keine Verwendung mehr gebe. Mit Erfolg: 225 Paar Schuhe sowie darüber hinaus auch Trikots und Bälle kamen bei der Sammlung zusammen, sind seit Jahresbeginn bei den Straßenfußballern in Südafrika, die Frodermann ehedem trainiert hatte.
Warum nun die Stiftung? Für den Grünberger ist Fußball »gelebte Integration voller Leidenschaft und Emotion, (...) Vermittler zwischen Nationen und Botschafter für Völkerverständigung«. Fußballsport vermittle die Fähigkeit zur Zielsetzung, lehre den Umgang mit Niederlagen ebenso wie die Bedeutung von Disziplin, Respekt und Fairness, lasse den Wert von Team-Geist erkennen.
Mit dem von seiner noch zu gründenden Stiftung zu generierenden Geld will Frodermann »Fußball- und Bildungsprojekte« in Afrika voranbringen, indem er ausgewählten Studenten Stipendien zukommen lässt; also intelligenten, sozial kompetenten und sportlich geschulten jungen Menschen, die wiederum in der Lage sind, Kinder und Jugendliche zu unterweisen. Auch ausgewählte Organisationen könnten Geld- oder Sachzuwendungen erhalten, heißt es im erklärenden »ProspectKids«-Informationsblatt.
Nun hofft Frodermann, dass der von ihm formulierte Stiftungszweck auf Anerkennung stößt im Gießener Land: Lebensqualität erhöhen in afrikanischen Ländern (Freizeit und Bildung), Fußball als wichtigen Baustein ganzheitlicher Bildung integrieren, überhaupt Integrationsförderung betreiben sowie junge ausländische Helfer stärken, die ihrerseits zum Heranwachsen von Kindern beitragen.
Mehr zum Vorhaben des derzeit in München beruflich tätigen Grünbergers und vor allem zum Spendenstand im Internet unter www.betterplace.org/de/groups/spendenlauf-frankfurt .